Ratgeber

Zwiebeln anpflanzen: So gelingt der Anbau im Beet, Topf und Hochbeet

Rote, weiße und gelbe Zwiebeln liegen in einem Jutesack auf Holz.
Lesezeit 18 Minuten
Inhalt:

Du möchtest eigene Zwiebeln anpflanzen? Gute Idee, denn das aromatische Gemüse ist pflegeleicht, platzsparend und wächst sowohl im Beet als auch im Hochbeet oder Topf. Wir zeigen dir, wann du Steckzwiebeln setzt, welcher Standort ideal ist und wie du deine Zwiebeln richtig pflegst. Außerdem zeigen wir dir, woran du erntereife Zwiebeln erkennst und wie du sie anschließend lagerst.


Steckbrief für die Zwiebel (Allium cepa)

Die Zwiebel (Allium cepa) ist ein beliebtes Gemüse für den Garten und die Küche. Mit wenig Pflege liefert sie zuverlässig aromatische Ernten.

Zwiebel im Steckbrief

Die Zwiebel im Steckbrief
Deutscher & botanischer NameZwiebel / Speisezwiebel – Allium cepa
PflanzenartZwiebelgemüse, Lauchgewächs
Wuchshöhe/-breiteca. 30 bis 80 cm hoch, je nach Sorte und Standort
Blütezeit / ErntezeitErnte je nach Pflanzzeit meist im Sommer bis frühen Herbst, Blüte sollte für die Nutzung als Speisezwiebel verhindert werden
Standortsonnig, warm und luftig
Bodenart / Substratlockerer, humoser, gut durchlässiger Gartenboden
Pflegeintensitätgering, da keine Düngung vonnöten
Winterhart / Immergrün / Giftig?Speisezwiebeln sind für Menschen essbar; für Hunde und Katzen sind Zwiebeln giftig. Wintersteckzwiebeln können je nach Sorte im Beet überwintern
VerwendungGemüsebeet, Hochbeet, Topf, Balkon, Mischkultur, Küche, Lagergemüse

Zwiebeln pflanzen: So gelingt der Start im Beet, Hochbeet oder Topf

Zwiebeln kannst du entweder aus Samen ziehen oder als Steckzwiebeln setzen. Wenn du zum ersten Mal Zwiebeln pflanzt, sind Steckzwiebeln meist die einfachere Wahl: Sie wachsen schneller an, brauchen weniger Vorlaufzeit und lassen sich einfach im Beet, Hochbeet oder Topf pflanzen.

Bei der Aussaat brauchst du etwas mehr Geduld. Dafür hast du oft eine größere Sortenauswahl und kannst die Pflanzen von Anfang an selbst vorziehen. Steckzwiebeln sind kleine, bereits vorgezogene Zwiebeln, die du direkt in die Erde setzt. Sie eignen sich besonders gut, wenn du ohne viel Aufwand eigene Zwiebeln ernten möchtest.

Carolin Lütke

Steckzwiebeln sind perfekt für alle, die schnell ins Gärtnern starten möchten. Achte vor allem darauf, sie nicht zu tief zu setzen – die Spitze sollte noch leicht aus der Erde schauen. So wachsen sie gut an und sollten nicht faulen.

Carolin Lütke - Verkäuferin Garten

Der richtige Pflanzzeitpunkt hängt davon ab, welche Zwiebeln du anbaust. Frühjahrszwiebeln setzt du meist im Frühjahr, sobald der Boden frostfrei, locker und gut abgetrocknet ist. Wintersteckzwiebeln kommen je nach Sorte schon im Herbst in die Erde und bleiben über den Winter im Beet. Achte dabei immer auf die Hinweise auf der Verpackung, denn die Pflanzzeit kann je nach Sorte leicht variieren.

Der richtige Standort für Zwiebeln

Zwiebeln wachsen am besten an einem sonnigen, warmen und luftigen Standort. Je mehr Licht die Pflanzen bekommen, desto besser können sie kräftige Knollen bilden. Gleichzeitig hilft ein luftiger Platz dabei, dass das Laub nach Regen oder dem Gießen schneller abtrocknet. So senkst du das Risiko für Pilzkrankheiten wie Falschen Mehltau.

Auch der Boden spielt eine wichtige Rolle. Ideal ist ein lockerer, humoser und gut durchlässiger Gartenboden, der Wasser speichert, aber nicht dauerhaft nass bleibt. Staunässe vertragen Zwiebeln schlecht, denn die Knollen können dann faulen. Schwere, verdichtete Böden solltest du vor dem Pflanzen gründlich lockern und bei Bedarf mit Sand oder reifem Kompost verbessern.

Im Hochbeet oder Topf gelten die gleichen Standortregeln: Stelle deine Zwiebeln möglichst sonnig und achte darauf, dass überschüssiges Wasser gut ablaufen kann. In Pflanzgefäßen sind Abzugslöcher besonders wichtig. So stehen die Wurzeln nicht im Wasser und die Zwiebeln können gesund wachsen.

Wie pflanzt du deine Zwiebeln richtig an?

Eine Person pflanzt Steckzwiebeln in eine Reihe in der Erde.
Halte beim Einpflanzen der Steckzwiebeln genug Abstand zwischen den einzelnen Zwiebeln und den Reihen ein.

Bereite das Beet vor dem Pflanzen gründlich vor. Lockere die Erde auf, entferne Unkraut und ziehe flache Pflanzreihen. Setze die Steckzwiebeln mit der Spitze nach oben in die Erde. Zwischen den einzelnen Zwiebeln sollten etwa 5 bis 10 Zentimeter Platz bleiben. Zwischen den Reihen sind rund 20 Zentimeter sinnvoll, damit du später gut jäten und den Boden vorsichtig lockern kannst.

Wichtig ist die richtige Pflanztiefe: Drücke die Steckzwiebeln nur so weit in die Erde, dass die Spitze noch leicht sichtbar bleibt. Sitzen sie zu tief, wachsen sie schlechter an oder beginnen bei zu viel Feuchtigkeit schneller zu faulen. Nach dem Setzen drückst du die Erde leicht an und gießt vorsichtig an.

Welche Zwiebelsorten kannst du pflanzen?

Welche Zwiebelsorte zu dir passt, hängt vor allem davon ab, wann du pflanzen und wie du die Zwiebeln später verwenden möchtest. Gelbe Speisezwiebeln sind echte Klassiker: Sie schmecken würzig, lassen sich vielseitig verwenden und eignen sich meist gut zum Lagern. Rote Zwiebeln sind etwas milder und bringen Farbe in Salate, Dips oder Gemüsegerichte. Weiße Zwiebeln schmecken oft feiner und etwas süßlicher, sind aber je nach Sorte weniger lange lagerfähig. Wenn du besonders früh im Jahr ernten möchtest, sind Wintersteckzwiebeln eine gute Wahl – sie kommen bereits im Herbst in die Erde und wachsen im Frühjahr weiter.


Zwiebeln pflegen: Gießen, düngen und Unkraut entfernen

Zwiebeln sind recht genügsam und brauchen nur wenig Pflege. Wichtig ist vor allem, dass sie nach dem Pflanzen gut anwachsen und später genug Kraft für die Knollenbildung haben. Direkt nach dem Setzen brauchen Steckzwiebeln daher ausreichend Wasser, damit sie Wurzeln bilden können. Halte den Boden deshalb gleichmäßig leicht feucht, aber nie dauerhaft nass.

Auch in längeren Trockenphasen solltest du regelmäßig gießen, um Trockenstress zu vermeiden, denn dieser kann die Knollenbildung empfindlich stören. Bleibt der Boden in dieser Phase zu lange trocken, entwickeln sich die Zwiebeln oft schlechter und bleiben dementsprechend kleiner. Sobald die Blätter der Zwiebelpflanze nach einigen Monaten gelb werden und sie langsam umknickt, kannst du die Wassergaben reduzieren. So reifen die Zwiebeln besser aus und lassen sich nach der Ernte leichter lagern.

Beim Düngen gilt für die Zwiebel: Weniger ist oft mehr. Zwiebeln kommen meist gut zurecht, wenn du vor dem Pflanzen etwas reifen Kompost in den Boden einarbeitest. Bietet der Boden bereits ausreichend Nährstoffe, ist weiteres Düngen in der Regel nicht nötig. Zu viel Dünger – vor allem zu viel Stickstoff – fördert eher das Laubwachstum als kräftige Knollen.

Entferne Unkraut regelmäßig, damit deine Zwiebeln nicht um Wasser, Licht und Nährstoffe konkurrieren müssen. Das schmale Laub beschattet den Boden kaum, darum setzt sich Unkraut zwischen den Reihen schnell durch. Lockere die Erde dabei nur vorsichtig, denn Zwiebeln wurzeln eher flach.

Passende Produkte

Naturtalent by toom®Bio Tomaten- und Gemüseerde 40l
2 Varianten
Bestseller
naturtalent by toom
Naturtalent by toom®Bio Tomaten- und Gemüseerde 40l
11,99 €
0,30 € / Liter

Zwiebeln pflanzen mit Aussaat oder als klassische Steckzwiebeln?

Blühender Zierlauch mit großen, lila Blütenkugeln
Auch Speisezwiebeln haben schöne Blüten, aus denen sich sogar Samen für das eigenständige Anziehen im nächsten Jahr gewinnen lassen.

Ob du Zwiebeln aussäst oder als Steckzwiebeln setzt, hängt vor allem davon ab, wie schnell und unkompliziert du starten möchtest. Steckzwiebeln sind besonders praktisch, die Aussaat bietet dir dafür mehr Spielraum bei der Sortenwahl.

Möchtest du eigenes Saatgut gewinnen, lässt du einige Zwiebeln länger stehen. Zwiebeln blühen meist erst im zweiten Jahr. Aus den Blüten bilden sich Samen, die du nach dem Ausreifen ernten und für die nächste Saison verwenden kannst.

Tabelle: Steckzwiebeln pflanzen oder Aussäen?

Steckzwiebeln oder Aussaat im Vergleich.
KriteriumSteckzwiebelnAussaat
Aufwandgeringhöher, vor allem zu Beginn
Kulturzeitkürzer, da die Zwiebeln bereits vorgezogen sindlänger, da die Pflanzen erst herangezogen werden
Pflegebedarfpflegeleicht und robustbraucht gleichmäßige Feuchtigkeit, Licht und mehr Aufmerksamkeit
Sortenauswahlmeist kleineroft größer
Geeignet fürBeet, Hochbeet und TopfEher Beet, um genug erfolgreiche Wüchse zu garantieren
Vorteileinfacher und schneller Startmehr Auswahl und Kontrolle vom Samen bis zur Ernte

Krankheiten und Schädlinge bei Zwiebeln erkennen

Zwiebeln sind robuste Gemüsepflanzen, können aber bei ungünstigem Standort, zu viel Nässe oder falscher Fruchtfolge anfällig für Krankheiten und Schädlinge werden. Wenn du typische Anzeichen früh erkennst, kannst du rechtzeitig gegensteuern und deine Ernte schützen.

Typische Probleme bei Zwiebeln

Welke und kranke Zwiebelpflanzen vor grauem Hintergrund
Sterben die Blätter deiner Zwiebeln vorzeitig ab, könnten sie von Krankheit oder Schädlingen befallen sein.

Auf diese Schädlinge und Krankheitszeichen solltest du bei deinen Speisezwiebeln achten:

  • Zwiebelfliege: Die Larven der Zwiebelfliege fressen an den Zwiebeln und können die Pflanzen stark schwächen. Erste Hinweise sind vorzeitig welkendes, gelbliches Laub oder Pflanzen, die sich leicht aus der Erde ziehen lassen. Befallene Zwiebeln faulen oft von innen heraus und sollten schnell aus dem Beet entfernt werden.
  • Falscher Mehltau: Falscher Mehltau zeigt sich meist durch blassgrüne bis gelbliche Flecken auf dem Laub. Bei feuchter Witterung kann sich zusätzlich ein grauvioletter Belag bilden. Die Pflanze wächst dann schwächer, das Laub stirbt vorzeitig ab und die Zwiebeln reifen schlechter aus.
  • Fäulnis durch Staunässe: Stehen Zwiebeln zu nass, können die Wurzeln und Knollen faulen. Die Pflanzen wirken schlapp, das Laub vergilbt und die Zwiebeln werden weich oder riechen unangenehm. Besonders schwere, verdichtete Böden erhöhen das Fäulnisrisiko.
  • Schlechte Knollenbildung: Bilden Zwiebeln viel Laub, aber nur kleine Knollen, kann zu viel Stickstoff in der Erde der Grund sein. Stickstoff fördert vor allem das Blattwachstum. Für kräftige Zwiebeln ist ein ausgewogen versorgter, aber nicht überdüngter Boden besser.
  • Schossen: Bildet die Zwiebel früh einen Blütenstängel, steckt sie weniger Kraft in die Knolle. Auslöser können Kältereize, Stress oder ungünstige Pflanzzeit sein.

So beugst du Krankheiten und Schädlingen der Zwiebel vor

Zwiebeln und Karotten wachsen als Mischkultur nebeneinander im Beet.
Eine Mischkultur aus Zwiebeln und Möhren hilft sich gegenseitig (und macht sich später auch auf dem Teller hervorragend nebeneinander).

Glücklicherweise kannst du vielen potenziellen Problemen an der Zwiebelpflanze durch gute Vorbereitung vorbeugen:

  • Wähle einen luftigen Standort: Pflanze Zwiebeln direkt an einen sonnigen, offenen Platz, an dem das Laub nach Regen gut abtrocknen kann. So senkst du das Risiko für Pilzkrankheiten wie Falschen Mehltau. Pflanzt du auf einem Balkon oder in einem Topf, solltest du diese Bedingungen ebenfalls schaffen.
  • Vermeide Staunässe: Lockere schwere Böden vor dem Pflanzen gründlich auf und verbessere sie bei Bedarf mit Sand oder reifem Kompost. Im Hochbeet oder Topf ist ein guter Wasserabzug besonders wichtig, damit überschüssiges Gießwasser ablaufen kann.
  • Halte die Fruchtfolge im Beet ein: Pflanze Zwiebeln nicht jedes Jahr an dieselbe Stelle. So verhinderst du, dass sich Krankheitserreger und Schädlinge im Boden anreichern.
  • Setze Zwiebeln nicht direkt nach anderen Lauchgewächsen: Auch Knoblauch, Lauch, Schnittlauch und Schalotten gehören zur gleichen Pflanzenfamilie. Nach diesen Kulturen sollte das Beet erst einmal eine Pause von Lauchgewächsen bekommen.
  • Nutze Mischkultur im Gemüsebeet: Zwiebeln und Möhren sind ein bewährtes Beet-Team. Ihr Duft kann jeweils schädliche Fliegen der anderen Pflanze fernhalten: Möhren helfen gegen die Zwiebelfliege, Zwiebeln können die Möhrenfliege abschrecken.
  • Entferne befallene Pflanzenteile frühzeitig: Kranke oder faulende Pflanzen solltest du nicht im Beet liegen lassen. So reduzierst du das Risiko, dass sich Krankheiten oder Schädlinge weiter ausbreiten.

Zwiebeln ernten und richtig lagern

Nach dem Pflanzen und Pflegen kommt der schönste Teil: die Ernte. Damit deine Zwiebeln lange haltbar bleiben, solltest du sie zum richtigen Zeitpunkt aus der Erde holen und anschließend gut trocknen lassen. Erst wenn die äußere Schale fest und trocken ist, eignen sich die Knollen für die Lagerung.

Woran erkennst du erntereife Zwiebeln?

Zwiebeln zeigen dir recht deutlich, wann sie reif sind. Gegen Ende der Kulturzeit wird das Laub gelb, verliert an Spannung und knickt nach und nach um. Gleichzeitig trocknet die äußere Zwiebelhaut ein und wird fester. Diese trockene Schale schützt die Zwiebel später bei der Lagerung.

Warte mit der Ernte, bis ein Großteil des Laubs von selbst umgeknickt ist. Schneide oder knicke das Grün nicht künstlich ab, denn die Pflanze zieht in dieser Phase noch Nährstoffe aus den Blättern in die Knolle. So reifen die Zwiebeln besser aus und lassen sich später länger lagern.

So erntest du Zwiebeln schonend

Nahaufnahme von frisch geernteten Zwiebeln mit getrocknetem Laub.
Die Zwiebelernte sollte im Spätsommer oder Frühherbst unter sonnigen (oder mindestens trockenen) Bedingungen stattfinden.

Ernte Zwiebeln am besten an einem trockenen Tag. Ist der Boden locker, kannst du die Knollen vorsichtig am Laub aus der Erde ziehen. Sitzen sie fester, lockerst du die Erde vorher behutsam mit einer Grabegabel. Achte dabei darauf, die Zwiebeln nicht zu verletzen.

Beschädigte Knollen solltest du nicht einlagern, sondern zeitnah in der Küche verwenden. Über Druckstellen oder Schnitte können leichter Feuchtigkeit und Keime eindringen. Sortiere deshalb schon bei der Ernte weiche, angefaulte oder verletzte Zwiebeln aus.

Zwiebeln vor dem Lagern trocknen lassen

Nach der Ernte brauchen Zwiebeln Zeit zum Nachtrocknen. Breite sie dafür an einem luftigen, trockenen und geschützten Ort aus – zum Beispiel unter einem Dachüberstand, in einem Schuppen oder auf einem überdachten Balkon. Wichtig ist, dass die Knollen gut belüftet liegen und nicht im Regen nass werden.

Je nach Wetter und Feuchtigkeit kann das Trocknen mehrere Tage bis einige Wochen dauern. Entferne das Laub erst, wenn es vollständig abgetrocknet ist. Dann kannst du es vorsichtig abdrehen oder abschneiden. Auch Erde an der Schale lässt sich nach dem Trocknen meist leicht mit der Hand entfernen.

So lagerst du Zwiebeln richtig

Traditionelle Zwiebelzöpfe aus roten und gelben Zwiebeln mit Trockenblumen.
Ein Zwiebelzopf ist dekorativ und zeigt dir schnell, wie groß dein Vorrat noch ist.

Gut getrocknete Zwiebeln lagerst du am besten kühl, trocken, dunkel und luftig. Geeignet sind zum Beispiel Holzkisten, Netze oder geflochtene Zwiebelzöpfe. Wichtig ist, dass Luft an die Knollen kommt und sich keine Feuchtigkeit staut.

Kontrolliere deine gelagerten Zwiebeln regelmäßig. Weiche, austreibende oder faulige Exemplare solltest du aussortieren, damit sie keine anderen Zwiebeln anstecken. Beschädigte Knollen verbrauchst du am besten zuerst. So hast du lange etwas von deiner Ernte und kannst deine eigenen Zwiebeln noch Wochen oder sogar Monate nach dem Anbau verwenden.


Jahreskalender für Zwiebeln

Zwiebeln begleiten dich fast durch das ganze Gartenjahr – von der Planung und Aussaat bis zur Ernte und Lagerung. Der genaue Zeitpunkt hängt davon ab, ob du Zwiebeln aus Samen ziehst, Frühjahrs-Steckzwiebeln setzt oder Wintersteckzwiebeln anbaust. Der Jahreskalender zeigt dir, welche Arbeiten wann anstehen und worauf du in den einzelnen Monaten achten solltest. Einen Überblick über alle Gemüsesorten bietet unser Aussaatkalender für Gemüse.

Tabelle: Jahreskalender für den Zwiebelanbau

Übersicht der Gartenarbeiten rund um Zwiebeln im Jahresverlauf.
ZeitraumWas ist zu tun?
Januar–FebruarJetzt planst du den Zwiebelanbau für die kommende Saison. Wähle passende Sorten aus und entscheide, ob du Zwiebeln aussäen oder Steckzwiebeln setzen möchtest. Bei einer frühen Aussaat kannst du Samen bereits an einem hellen, geschützten Ort vorziehen und die jungen Pflanzen später ins Beet setzen.
März–AprilSobald der Boden frostfrei, locker und nicht mehr zu nass ist, kannst du Steckzwiebeln ins Beet, Hochbeet oder Pflanzgefäß deiner Wahl setzen. Auch vorgezogene Jungpflanzen dürfen jetzt nach draußen. Achte auf ausreichend Abstand, setze die Zwiebeln und Pflanzen nicht zu tief und gieße sie nach dem Pflanzen vorsichtig an.
Mai–JuniIn dieser Phase wachsen die Zwiebeln kräftig und bilden nach und nach ihre Knollen. Halte den Boden gleichmäßig leicht feucht, entferne regelmäßig Unkraut und lockere die Erde vorsichtig zwischen den Reihen. Besonders bei Trockenheit solltest du gießen, damit die Knollenbildung nicht ins Stocken gerät.
Juli–AugustJetzt beginnt bei vielen Zwiebeln die Reifephase. Kontrolliere regelmäßig das Laub: Wird es gelb und knickt von selbst um, ist die Ernte nicht mehr weit. Reduziere das Gießen, sobald die Zwiebeln ausreifen, damit die äußere Schale trockener und fester wird.
August–SeptemberViele Speisezwiebeln sind nun erntereif. Ernte sie am besten an einem trockenen Tag und lockere feste Erde bei Bedarf vorsichtig mit einer Grabegabel. Danach lässt du die Zwiebeln mehrere Tage bis Wochen luftig und trocken nachtrocknen, bevor du sie einlagerst.
September–OktoberWenn du eine passende Sorte gewählt hast, kannst du jetzt Wintersteckzwiebeln setzen. Sie bleiben über den Winter im Beet und liefern im folgenden Jahr oft eine frühere Ernte. Achte auch hier auf einen sonnigen, durchlässigen Standort und vermeide Staunässe.
November–DezemberIm Beet brauchen Wintersteckzwiebeln meist wenig Pflege, sollten aber nicht dauerhaft nass stehen. Ein Tipp: Gartenvlies nutzen! Eingelagerte Zwiebeln kontrollierst du regelmäßig auf weiche, faulige oder austreibende Exemplare und verbrauchst sie nach Bedarf. Sortiere beschädigte Zwiebeln aus bzw. nutze sie noch so weit wie möglich.

Häufig gestellte Fragen zum Pflanzen von Zwiebeln

Wann pflanze ich Zwiebeln am besten?

Zwiebeln kannst du je nach Sorte im Frühjahr oder Herbst pflanzen. Frühjahrssteckzwiebeln kommen meist ab März oder April ins Beet, sobald der Boden frostfrei, locker und nicht mehr zu nass ist. Wintersteckzwiebeln setzt du dagegen schon im Spätsommer oder Herbst. Sie bleiben über den Winter im Beet und liefern im nächsten Jahr oft besonders früh eine Ernte.

Wie tief sollten Steckzwiebeln in die Erde?

Steckzwiebeln setzt du nur so tief, dass die Spitze noch leicht aus der Erde schaut. Drücke sie mit der Spitze nach oben vorsichtig in die vorbereitete Erde und bedecke sie nicht vollständig. Sitzen Steckzwiebeln zu tief, wachsen sie oft schlechter an oder faulen bei zu viel Feuchtigkeit schneller.

Welchen Abstand brauchen Zwiebeln?

Zwischen den einzelnen Zwiebeln sollten etwa 5 bis 10 Zentimeter Platz bleiben. So haben die Knollen genug Raum, um sich zu entwickeln. Zwischen den Reihen sind rund 20 Zentimeter sinnvoll, damit du das Beet gut pflegen, Unkraut entfernen und die Erde vorsichtig lockern kannst.

Kann ich Zwiebeln im Hochbeet pflanzen?

Ja, Zwiebeln wachsen auch im Hochbeet sehr gut. Wichtig ist, dass die Erde locker, durchlässig und nicht zu nährstoffreich ist. Da Hochbeete oft besonders nährstoffreich befüllt sind, passen Zwiebeln meist besser in ein Hochbeet, das schon ein oder zwei Jahre genutzt wurde. Achte außerdem auf einen sonnigen Standort und vermeide Staunässe. 

Kann ich Zwiebeln im Topf oder auf dem Balkon anbauen?

Auch im Topf oder Balkonkasten kannst du Zwiebeln anpflanzen. Wähle dafür ein ausreichend tiefes Gefäß mit Abzugslöchern, damit überschüssiges Wasser gut ablaufen kann. Stelle den Topf an einen sonnigen Platz und pflanze die Zwiebeln nicht zu dicht. So bekommen die Knollen genug Platz und trocknen nach Regen oder dem Gießen besser ab.

Muss ich Zwiebeln düngen?

Zwiebeln brauchen keinen bis wenig Dünger. Meist reicht es aus, vor dem Pflanzen etwas reifen Kompost in den Boden einzuarbeiten. Bietet der Boden bereits ausreichend Nährstoffe, solltest du während der Kultur eher nicht nachdüngen. Zu viel Stickstoff fördert vor allem das Laubwachstum und kann dadurch die Knollenbildung schwächen.

Warum werden meine Zwiebeln nicht groß?

Wenn Zwiebeln klein bleiben, liegt das oft an zu wenig Sonne, zu engem Pflanzabstand, Trockenstress oder einem ungeeigneten Boden. Auch ein zu hoher Stickstoffgehalt kann dazu führen, dass die Pflanze viel Grün bildet, aber nur kleine Knollen entwickelt. Prüfe außerdem, ob die Zwiebeln ausreichend Wasser bekommen haben, besonders während der Knollenbildung.

Wann sind Zwiebeln erntereif?

Zwiebeln sind erntereif, wenn das Laub gelb wird, umknickt und langsam eintrocknet. Gleichzeitig wird die äußere Zwiebelhaut trockener und fester. Ernte die Knollen am besten an einem trockenen Tag und ziehe sie vorsichtig aus der Erde. Vor dem Einlagern sollten sie gut nachtrocknen.

Wie lagere ich Zwiebeln richtig?

Lagere Zwiebeln erst ein, wenn sie vollständig trocken sind. Am besten bewahrst du sie kühl, dunkel, trocken und luftig auf – zum Beispiel in einer Holzkiste, einem Netz oder als Zwiebelzopf. Beschädigte, weiche oder austreibende Zwiebeln solltest du aussortieren und zeitnah verbrauchen, damit sich Fäulnis nicht ausbreitet.

Welche anderen Pflanzen passen gut zum Zwiebelanbau?

Zwiebeln eignen sich gut für Mischkulturen, zum Beispiel mit Möhren, Roter Bete oder Salat. Besonders Möhren und Zwiebeln gelten als bewährtes Beet-Team, weil ihr Duft jeweils schädliche Fliegen der anderen Pflanze irritieren kann. Weniger geeignet sind andere Lauchgewächse wie Knoblauch, Lauch oder Schnittlauch. Sie brauchen ähnliche Nährstoffe und können für ähnliche Krankheiten anfällig sein.


Mehr Ratgeber zum Thema Gemüse- & Kräutergarten

Reife Aubergine an Pflanze
Ratgeber

Mit ihrem eindrucksvollen Aussehen ist die Aubergine ein beliebtes Gemüse für einen bunten, vielfältigen Nutzgarten. Hier erfährst du alles rund um Aussaat und Anzucht, Pflanzung, Pflege und Ernte der Aubergine.

WeiterlesenWeiterlesen.
Ein Korb voller frischem Gemüse
Ratgeber

Zweck der Veredelung ist die unterschiedlichen Eigenschaften wie Wuchsleistung und Ertrag zunutze zumachen. Wir erklären dir in unserem Ratgeber wie es geht.

WeiterlesenWeiterlesen.
Kohlrabi auf dem Feld
Ratgeber

Beim Anbau von Kohlrabi ist eine Ernte fast das ganze Jahr über möglich, da er relativ anspruchslos und schnell wachsend ist. Wie du Kohlrabi richtig pflanzen kannst, erfährst du hier!

WeiterlesenWeiterlesen.

Das könnte dich auch interessieren

Holz-Rankhilfe
Sortiment

Anzuchthilfen